Projekt Europastandard

2. Vergleiche und Vorschläge zur Verbesserung des  belgischen Entwurfs
    
 Position 1:   Typ, Körperform, Bau                                    20 Punkte
 

Belgischer Entwurf

Österreichischer Standard

Der Typ ist gestreckt und walzenförmig – nicht gedrungen. Der Körper ist kräftig; mit gut ausgeprägter Brust, vorne und hinten gleich breit. Der Schulterbereich ist fest und straff.

Die Rückenlinie ist leicht gewölbt und endet mit voller, gut abgerundeter Hinterpartie. Die Hinterschenkel liegen fest am Körper an. Vorder- und Hinterhand sind gleich breit.

Die nicht zu lange Blume ist gut am Hinterkörper angelegt.

Der Kopf ist nicht zu kräftig aber sehr rassentypisch, mit einem nicht zulangen Nasebein, bildet eine Profillinie mit der Stirn und Nase. Stirn und Schnauzpartie sind breit, mit gut ausgeprägter Backenbildung. Die kräftigen Läufe sind mittellang. Der Kopf und Körperbau der Häsin ist im Allgemeinen etwas feiner als der des Rammlers. In der Vorderansicht bildet der Kopf eine Dreiecksform. Die kräftigen Ohren werden aufrecht getragen, sie sind stabil im Gewebe und oben gut abgerundet. Die Ohrenlänge beträgt 11.5 bis 13.5 cm.

Eine kleine, gut geformte Wamme ist bei der Jung- und Althäsin zulässig.

Leichte Fehler: Siehe »Allgemeines«. Ferner leichte Abweichungen vom Typ.
Leicht geramstes Nasenbein. Etwas schmaler und/oder schmale Schnauze.

Schwere Fehler: Siehe »Allgemeines«. Insbesondere stark vom Typ abweichender Rumpf und zu schwache Läufe. Geramstes Nasenbein. Überschreiten der Mindest- oder Höchstlänge der Ohren.

 

 

Der Körper ist leicht gestreckt, von vorne bis hinten gleich breit, mit ebenmäßiger Rückenlinie und gut abgerundeter Hinterpartie. Die Brust ist voll ausgeprägt, der Hals ist kurz mit kräftigem Nacken, der Schulterbereich ist geschlossen und gut bemuskelt. Die Vorderläufe sind kräftig und mittellang, die Hinterläufe stehen parallel zum Körper. Die Häsin ist etwas feingliedriger gebaut, sonst unterscheiden sich Rammler und Häsin kaum. Die Häsin ist möglichst wammenfrei.

 

 

 
Die etwas üppigeren Ausführungen in der belgischen Version beruhen rein darauf, dass auch Kopf und Ohr
in dieser Position miteinbezogen wurden. Höchst unvorteilhaft, wie ich schon eingangs bemerkte.
Diese Punkte möchte ich deshalb auch an andere Stelle behandeln.
 
"Die Rückenlinie ist leicht gewölbt und endet mit voller, gut abgerundeter Hinterpartie" - diese Beschreibung
 würde ich sogar der österreichischen Variante  "mit ebenmäßiger Rückenlinie und gut abgerundeter Hinterpartie"
vorziehen, aber solange jeder weiß, was damit gemeint ist, sollen hier sprachliche Feinheiten außen vor bleiben.
 
Als schweren Fehler würde ich aber die Beschreibung der Blume bewerten. Der Ausdruck "nicht zu lang" steht im
krassen Gegensatz zur Ursprungsbeschreibung, die wir im Interesse der Rasse doch nicht ganz aus den Augen
verlieren sollten. In der Übersetzung aus dem Flämischen ist sogar eine Länge von 12 cm angegeben.
Ich bin nicht unbedingt dafür, auch noch die Blume zu vermessen. Aber die Züchter und  Preisrichter sollten
wissen, dass eine etwas längere Blume durchaus erwünscht ist. Eine zu kurze Blume ist bei üppiger Bemähnung
kaum mehr sichtbar und wirkt sich auf das Gesamtbild sehr unvorteilhaft aus.
 
Auf die Beschreibung der Vorderläufe haben die Belgier ganz vergessen, dies sollte von der österreichischen
Variante übernommen werden.
 
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